Kunstwerkstatttage 2016, Foto: Alexander Burzik
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Start der Selbsttest an der Schule

Nach der notwendigen Vorbereitung erhalten alle am Donnerstag und Freitag in der Schule lernenden Schüler:innen die Möglichkeit für den ersten Selbsttest.

Wir haben uns den Umgang mit den Selbsttests nicht gerade leicht gemacht, auch weil von einem Großteils unseres Kollegiums an der Umsetzung der Teststrategie erhebliche und begründete Kritik geäußert wurde. Diese Kritik hat mit der Sorge um mögliche gesundheitliche und psychische Gefährdungen der an den Tests Teilnehmenden und  der aus der Sicht vieler nicht ausreichenden Sorgfalt im Umgang mit den Testrückständen zu tun. Es ist nun einmal etwas ganz anderes einen solchen Selbsttest zu Hause durchzuführen oder in einer Gruppe mit bis zu 25 Schüler:innen in der Schule und am Ende des Tages nicht ein oder zwei Tests zu entsorgen, sondern bis zu 500.

Leider waren wir bei der Auseinandersetzung mit dieser Problematik auf uns selbst gestellt. Wir werden nun die Tests so gut wie es unter den gegebenen Bedingungen möglich ist, durchführen. Natürlich hoffen wir darauf, dass die von Schulen, Verbänden und Parteien vorgetragene Kritik noch zu der einen oder anderen Nachbesserung führen wird.

Wir wissen, dass wir in der Schulgemeinschaft mit dem ganzen Spektrum der veschiedenen Meinungen in der Gesellschaft zur Covid-19- Pandemie im Allgemeinen und zur aktuellen Teststrategie in Schulen im Besonderen zu tun haben. Wir müssen unser Handeln an den zwei widerstrebenden Tatsachen ausrichten, dass die immer weiter steigenden Inzidenzen, auch im Kindesalter, eine wachsenende Gesundheitsgefahr für uns alle darstellen und derzeit nur durch Hygienemaßnahmen, Kontaktbeschränkungen und dem schnellen Identifizieren mit dem Virus Infizierter eindämmbar sind, andererseits die Einschränkungen des schulischen Lebens mit erheblichen Folgen für unsere Schüler:innen und auch für uns als Lehrer:innen verbunden sind.

In einer solchen Situation sollten wir uns in gegenseitiger Akzeptanz und Solidarität begegnen, gegenseitiges Agitieren für die jeweilige Extremposition oder Beschimpfungen, weil irgendetwas für die Einen nicht schnell genug oder die anderen zu schnell geht, bringen uns kein Stück weiter.

Weimar, den 14. April 2021

Harald Zeil

veröffentlicht am 14.04.2021