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Die Füchse erkunden die archäologischen Geheimnisse des Steinbergs Tiefurt

Die Füchse auf archäologischem Ausflug in Tiefurt – Die Glockenbecher, Foto: STG Füchse 3 Bilder
Die Füchse auf archäologischem Ausflug in Tiefurt – Die Glockenbecher, Foto: STG Füchse

Unsere STG – und auch die Orcas und Eulen – waren am 25.915 in Tiefurt, weil Christina in der Zeitung gelesen hatte, dass dort zwei 4000 Jahre alte Gräber aus der Erde ausgebuddelt wurden.

An der Bushaltestelle erwartete uns eine Mitarbeiterin des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege. Sie zeigte uns die Fundstelle und erklärte uns, dass die Steinzeitmenschen dort siedelten, weil der Boden fruchtbar war und sie Wasser hatten. Weiter hinten im Baugebiet könnten keine weiteren Gräber gefunden werden, da dort Kalkboden anfängt. Außerdem lernten wir, dass die Siedlung leicht zu verteidigen war. Leider konnten wir uns die Ausgrabungen an Ort und Stelle nicht mehr anschauen.

Wir erfuhren, dass der Fund erst einmal große Probleme bereitete: Die Bauarbeiter konnten nicht weiterbauen, bevor alle Fundstücke gesichert waren.

In einem Grab fand man neben den Gebeinen eines in hockender Stellung begrabenen Toten einen Glockenbecher. Diese untypische Körperhaltung gibt den Archäologen noch Rätsel auf. Im zweiten Grab fand man das Skelett eines Mannes in ausgestreckter Form. Aber auch aus der Bronzezeit fand man interessante Dinge, z.B. einen Armreifen und auch Pfahlreste, Gruben für Feuerstellen, Vorräte oder Unrat. Aber der Glockenbecher ist etwas ganz Besonderes.

Dann gingen wir zur Mühle, wo die echten Fundstücke ausgestellt waren. Die Frau erklärte uns, dass sie bei manchen Fundstücken auch mit Ton nachhelfen mussten.Wir lasen auch die Schautafeln, auf denen unter anderem auch Fotos von den zwei Skeletten oder eine Karte des Ausgrabungsgebiets zu sehen waren. Leider konnten wir die echten Skelette nicht sehen, weil sie in einem Labor in Amerika untersucht werden. Aber wir finden es toll, dass diese Dinge so vollständig sind und untersucht werden können.

Am Ende schenkten wir der Archäologin unsere Plakate, die wir im Projekt angefertigt hatten. Sie hat die Idee, sie im Museum aufzuhängen.

In Tiefurt ist jetzt wieder Häuser bauen angesagt. Im neuen Wohngebiet gibt es den Glockenbecherweg, der an die steinzeitlichen Funde erinnert.

geschrieben von den ›Füchsen‹